125 Jahre Dienst für die Ärmsten im Ausland

Nur wenige Jahre nach dem Beginn der Arbeit der Heilsarmee in der Schweiz zogen bereits die ersten Offizierinnen in die Mission. Das ist 125 Jahre her. Seit 1887 sandte die Heilsarmee immer wieder Schweizerinnen und Schweizer in alle Weltgegenden, um Hilfe für die Ärmsten zu leisten und das Evangelium zu verbreiten, wie es ein gutes Dutzend Schweizer bis heute tut.


Insgesamt leisteten Schweizer Salutisten über 2940 Jahre Dienst in der Mission. Das Jubiläum in diesem Jahr – 125 Jahre Mission & Entwicklung – bietet die Gelegenheit, die Missionare mit einem Rückblick auf ihr Tun und Wirken zu würdigen. Im Fokus stehen dabei die Missionare selbst. Sie, die nicht selten ihr ganzes Leben der Bekämpfung von Armut in Afrika, Asien oder Südamerika verschrieben haben, gaben der Heilsarmee-Mission ein Gesicht. Kernstück dieser Darstellung, der eine geschichtliche Recherche zugrunde liegt, ist die Liste der bisher für die Schweiz tätigen Missionare am Ende der Broschüre.


Es soll aber nicht bei Namen und Daten bleiben. Von der Hingabe der Missionare, ihren Herausforderungen und Erfolgen erzählen Berichte und Briefe in den Heilsarmee-Publikationen wie dem ehemaligen Deutschschweizer „Kriegsruf” oder dem Westschweizer „Cri de Guerre”. Sie dienten, zusammen mit offiziellen Dokumenten der Heilsarmee, als Quellen für einen historischen Abriss über 125 Jahre Mission & Entwicklung aus der Schweiz.
Angefangen hat die Missionstätigkeit der Schweizer Missionare in den 1880er Jahren in Indien. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts breitete sie sich in weitere Länder aus, verstärkt nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918). Schweizer Missionare leisteten Pionierarbeit in Ländern wie China, Brasilien oder Südafrika. Die Blütephase der „Schweizer” Missionstätigkeit fällt in die 1950er und 1960er Jahre: Deutlich über 30 Schweizer Missionare waren in manchen Jahren gleichzeitig in den beiden Kongos  tätig. Von Anfang an halfen Schweizer mit, die Heilsarmee in diesen von den Kolonialmächten Frankreich und Belgien kontrollierten Ländern aufzubauen.


In den vergangenen Jahrzehnten nahm die Zahl der Missionare ab – und die Arbeit veränderte sich. Immer mehr Aufgaben wurden in die Hände von Einheimischen gelegt. Europäer traten oftmals in beratende Rollen zurück. Zwar sendet die Schweizer Heilsarmee heute weniger Missionare aus, doch die Ausgesandten erfüllten und erfüllen ihre Aufgabe weiterhin mit viel Herzblut.


Über 200 Missionare können über die Jahre gezählt werden. Aus Platzgründen erhalten hier nur die wenigsten den Raum, den ihr Dienst und ihre Leistung rechtfertigen würden. Darum sollen die Erwähnten auch stellvertretend für die Ausgelassenen stehen. Auf der Jubiläumswebsite (mission.heilsarmee.ch/125) sind aber zahlreiche Originaldokumente aufgeschaltet, die Interessierte dazu einladen sollen, die Geschichte der Missionare selbst zu entdecken.


Stefan Trachsel

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